Die ersten Tage im neuen Zuhause

Ein behutsamer Start ins Leben

Der Umzug in sein neues Zuhause ist für einen Welpen ein großer Schritt. Alles ist neu: Gerüche, Geräusche, Menschen, Abläufe. Gerade unsere sanften Riesen – der Berner Sennenhund und der Bernhardiner – brauchen in dieser sensiblen Phase vor allem eines: Ruhe, Sicherheit und verlässliche Nähe.

Die ersten Tage legen den Grundstein für Vertrauen, Bindung und ein entspanntes Zusammenleben.

Ankommen dürfen

In den ersten Tagen nach dem Einzug darf die Welt für den Welpen bewusst klein sein.

Ein fester Schlafplatz, wiederkehrende Abläufe und wenig Trubel helfen ihm, sich sicher zu fühlen. Viel Schlaf ist dabei essenziell – Welpen benötigen bis zu 20 Stunden Ruhe am Tag, um all die neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Besuche, Ausflüge oder zu viele neue Reize sollten in dieser Zeit bewusst reduziert werden. Sicherheit entsteht durch Verlässlichkeit.

Stubenreinheit – mit Geduld und Verständnis

Stubenreinheit ist kein Erziehungsproblem, sondern ein Reifeprozess.

Der Welpe wird regelmäßig nach draußen begleitet:

  • nach dem Schlafen
  • nach dem Fressen
  • nach dem Spielen
  • und in kurzen Abständen über den Tag verteilt

Draußen darf er in Ruhe ankommen und sich lösen. Ein leises, freundliches Lob reicht völlig aus. Passiert im Haus ein Missgeschick, wird es kommentarlos beseitigt – ohne Schimpfen, ohne Strafe.

Gerade sensible Rassen wie Berner Sennenhund und Bernhardiner reagieren stark auf Stimmung. Ein entspannter Mensch hilft dem Welpen, entspannt zu lernen.

Spazierengehen – die Welt im eigenen Tempo entdecken

Ein Welpe muss keine Strecken zurücklegen.

Er darf entdecken, schnüffeln, stehen bleiben.

In den ersten Wochen genügen kurze Wege von wenigen Minuten. Schnüffeln ist dabei kein „Ungehorsam“, sondern wichtige Gehirnarbeit. Die Leine dient der Sicherheit, nicht der Kontrolle.

Unsere großen Rassen wachsen schnell – ihre Gelenke brauchen Schonung. Kurze, häufige Ausflüge sind gesünder als lange Spaziergänge.

Beziehung vor Erziehung

In den ersten Wochen geht es nicht um Kommandos oder Gehorsam.

Es geht um Vertrauen.

Der Welpe soll lernen:

  • Mein Mensch sorgt für mich
  • Ich bin sicher
  • Ich darf mich orientieren

Alles Weitere – Leinenführigkeit, Grundsignale, Regeln – baut später auf dieser stabilen Beziehung auf.

Unser Verständnis von einem guten Start

Wir glauben an:

  • Geduld statt Druck
  • Begleitung statt Strafe
  • Bindung statt Perfektion

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